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Ausbeutung einkalkuliert. Wanderarbeit auf dem Bau

Ein Film von Alf Mayer

In seinem 25-minütigen Dokumentarfilm öffnet uns der Filmemacher Alf Mayer die Tür in das Leben und Arbeiten von Wanderarbeiter*innen auf dem Bau in Deutschland. Warum kommen Rumänen zum Arbeiten nach Deutschland? Unter welchen illegalen Praktiken wird Wanderarbeit organisiert? Wer verdient daran mit und welche politischen Voraussetzungen machen Ausbeutung erst möglich?

Der Film klärt auf, macht Hintergründe deutlich und zeigt damit Wege gegen Sozialdumping auf. Er baut Vorurteile ab und macht deutlich, welche politischen Entscheidungen dazu geführt haben, dass Wanderarbeit zur Umgehung hiesiger Arbeitsbestimmungen missbraucht wird. Illegale Praktiken erfolgen zu Ungunsten der Wanderarbeiter selbst und zu Lasten der Arbeitsbedingungen in Deutschland.

Originalzitate aus dem Film

„Mehr als 200 Millionen Menschen haben keine Arbeit dort, wo ihre Heimat ist. Sie sind Migranten. Viele von Ihnen Wanderarbeiter. Sie müssen ihre Heimat verlassen, um ihre Familie zu ernähren. Ein Drittel der Arbeitsmigranten arbeitet in Europa. Es sind 64 Millionen Menschen. 8,8 Prozent der Menschen in Europa. Migranten sind ein wichtiger Teil der europäischen Wirtschaft. Ihre Ausbeutung hat System.“

„Ich bin seit 1996 verheiratet. Und seitdem habe ich nur zwei Jahre, nicht mal zwei volle Jahre, habe ich seitdem mit meiner Frau verbracht. Ich arbeite für sie, die Kinder, das Haus, für all das. Also, ich erdulde die Sache, ich erleide es. Ich kann nachts nicht schlafen, weil ich an sie denke. Aber was soll ich machen? Wir machen weiter. So lange es eben geht.“

Georgel Nedela (rumänischer Bauarbeiter)